… nun gibt es aber endlich wieder ein Signal, diesmal aus Ghana! Als Erstes lasst mich aber zunächst für die, die es nicht so mitgekriegt haben, berichten, weshalb es zu der längeren Sendepause kam: Als ich im Februar aus Sierra Leone zurückkam, war die Pflegesituation für meine Mutter noch schwieriger geworden, als sie es ohnehin schon viele Monate gewesen war – daher musste ich diesen ursprünglich für Juni geplanten Ghana-Einsatz absagen. Ende April verstarb meine Mutter so ausreichend friedlich, wie es erhofft gewesen war. Die bürokratischen und sonstigen unschönen Nachwehen sind nur teilweise bewältigt, Reste davon ziehen sich bis heute hin und werden mich auch nach meiner Rückkehr beschäftigen.
Diesen (relativ kurzen, bis Mitte Dezember dauernden) Einsatz jetzt habe ich aber nun doch – auch wenn das etwas Mühe gekostet hat – verwirklichen können.
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Im Juni 2011 gab ich meine Hausarztpraxis auf und folgte dem „Ruf der Wildnis“. Erste humanitäre medizinische Einsätze führten mich nach Kenya, es folgten so einige weitere Stationen in bspw. Sierra Leone, Ghana, auf den Philippinen, in Liberia, in Uganda. Meist war ich als Internist und Generalist unterwegs, in Sierra Leone auch mal eine zeitlang als der einzige chirurgisch tätige Arzt der dortigen Buschklinik. In letzter Zeit bemühe ich mich, besonders auch in der Pädiatrie dazuzulernen. Die Einsatzwirklichkeit fordert einen manchmal aber auch auf Gebieten von A bis Z - von Anästhesie über Geburtshilfe bis zum Zähneziehen reichten die Herausforderungen.
Von allüberall schrieb ich "Einsatznachrichten" per Mail an Kollegen, Verwandte und Bekannte in der Heimat. Da ich schon seit einiger Zeit stolzer Besitzer einer eigenen Webseite bin, war es dann ein Leichtes (Ironie), mich zu überreden, RICHTIG modern zu werden und regelmäßig zu bloggen (!) und so meine Erlebnisse der Weltöffentlichkeit zu präsentieren.
Ich wünsche viel Spaß beim Lesen.
Herzlichst, Euer Rolf.
Vor einigen Tagen brachte eine knapp 14jährige hier ihr erstes Kind zur Welt und vorige Woche verloren wir eine 15jährige an Eklampsie, einer hochgefährlichen Schwangerschaftskomplikation, die hier in Sierra Leone ihr gehöriges Quantum dazu beiträgt, dass Sierra Leone Vizeweltmeister bei der Müttersterblichkeit ist. Diese 15jährige hatte zusätzlich eine Augendeformität und eine gelähmte rechte Hand. Weiterlesen …



